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Integriertes Dorfentwicklungskonzept (DEK)

DEK - was ist das?
Kurzbeschreibung DEK Hoetmar (55 KB)
Ein Dorfentwicklungskonzept (DEK) stellt im Ergebnis eine umfassende ganzheitliche Zukunftsaussicht für einen Ort dar.
Diese Möglichkeit der informellen Planung wird vor allem in ländlich geprägten Räumen als Steuerungsinstrument für
zukünftige Entwicklungen gewählt. Ziel ist es, die gewachsenen Strukturen und charakteristische Eigenarten eines Ortes
oder Dorfes langfristig zu erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung anzustreben. Hierfür zeigen
Dorfentwicklungskonzepte mögliche Ziele und Projekte auf. Dabei ist das erarbeitete Konzept keine statische
Momentaufnahme, sondern kann seine langfristige Wirkung nur durch Fortschreibungen und Anpassungen an sich
zukünftig verändernde Rahmenbedingungen entfalten.
Das Dorfentwicklungskonzept muss als Vorarbeit eines mehrjährigen Gesamtprozesses betrachtet werden. Im Zeitraum etwa
eines Jahres entsteht das theoretische Fundament als Konzeptbericht, danach beginnt die Umsetzungsphase der bis dahin
erarbeiteten Projekte. Projektansätze, die ihren Weg in den Bericht gefunden haben, die aber über ein erstes
Ideenstadium bis zur Berichtfertigstellung möglicherweise nicht hinaus gekommen sind, werden in der (meist
mehrjährigen) Folgezeit zur Umsetzungsreife gebracht. Durch Fortschreibung kommen zudem im Laufe des Prozesses neue
und notwendige Projektansätze hinzu, deren Ausarbeitung und Umsetzung ebenfalls in diese Folgezeit fällt. Ein stimmiges
Gesamtbild und eine schlüssige Zielerreichung, die auf den Grundlagen des vorliegenden Konzeptes aufbaut, sollten bis
zum Ende des Perspektivzeitraums, also im Jahr 2030, erreicht worden sein.
Auch wenn die Konzepterstellung von Seiten der Bezirksregierung unterstützt wird, handelt es sich um kein
formal-rechtliches Planungsinstrument. Dorfentwicklungskonzepte tragen jedoch wichtige strategische Inhalte zur
Flächennutzungsplanung und zur abgestimmten Entwicklung der Stadt Warendorf bei, zu der das Dorf entlang seines
Potenzials einen wichtigen Beitrag leistet.
Mit der Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes bietet sich die Möglichkeit zur fachübergreifenden, individuell auf
das Dorf bezogenen Betrachtung aller relevanten Aufgabenfelder. Die Grundlagenermittlung entlang der Themenfelder
Demographie, Siedlungsentwicklung, Wirtschaftsentwicklung, Land- und Forstwirtschaft, Verkehr, Tourismus, Freizeit,
Kultur, Ortsgestalt/Ortsbild sowie Umwelt und Natur stellt einen ersten Schritt bei der Konzeptentwicklung dar. Die
dort gesammelten Erkenntnisse werden in eine Stärken-Schwächen-Analyse überführt, welche die Ausgangsbasis für die
thematischen Workshops und/oder Arbeitskreissitzungen zur Projektentwicklung sowie für die Entwicklung der
Gesamtstrategie bildet.
Wesentliches Element der Dorfentwicklung ist der integrierte und partizipative Ansatz. Ziel des informellen Konzeptes
ist es, Leitbilder, Strategien und Handlungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung der Ortslagen in der Zukunft zu
formulieren. Dabei sind die lokalen Akteure unverzichtbar: Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort
einerseits, von Politik, Verwaltung und öffentlichen Interessenträgern andererseits ist ein wichtiger Schritt hin zu
einer Verantwortungsgemeinschaft. Nur so kann den Herausforderungen an die künftige Dorfentwicklung begegnet werden.
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