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Bundesgolddorf 1975 greift wieder an

"Wir wollen keine Plakette von der wir uns nichts kaufen können"

35 Jahre ist es mittlerweile her, dass Hoetmar den Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" gewann, sich seitdem Golddorf nennen darf.
Hauptbewertungsaspekte waren damals zum Beispiel, wie sich das Dorf präsentiert: Gibt es Grünflächen, Parks oder Blumen? Aber auch breite Straßen, die heute oft als "Raserstraßen" verpönt sind, oder ein Dorfbrunnen ließen die Gewinnchancen spürbar steigen.
Nun ergriff der erste Vorsitzende des Heimatvereines Josef Brand die Initiative einen neuen Anlauf zu wagen und erstmals nach dem Sieg am Wettbewerb teilzunehmen. Mittlerweile heißt er "Unser Dorf hat Zukunft" und stellt ganz neue Anforderungen.
Kam es damals mehr auf Äußerlichkeiten an, gibt es heute sechs Hauptkategorien, für die ein Konzept erstellt werden muss: Konzeption und deren Umsetzung, wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung und Entwicklung, Grüngestaltung und Entwicklung, das Dorf in der Landschaft.
Sprich es wartet eine Menge Arbeit, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. So trafen sich bereits Ende Juni die Hoetmarer Vereine, berieten Brands Vorschlag und entschlossen sich zur Teilnahme und an einem gemeinsamen Strang zu ziehen.
"Wir sind durchaus im Stande etwas auf die Beine zu stellen", so Brand im "WN-Gespräch". So gebe es viele Beispiele für den Zusammenhalt des Dorfes, positive Entwicklungen. "Wir haben eine U3 Betreuung im Kindergarten und in der Pusteblume, der SC ist Träger der offenen Ganztagsschule, ein aktives Vereinsleben und mit dem Bürgerbus eine bessere Anbindung an der öffentlichen Nahverkehr", macht die Vorsitzende der Heimatfreunde Dorf Hoetmar Adelheid Herweg deutlich. Herweg war bereits beim Sieg vor 35 Jahren aktiv am Werk und erinnert sich immer wieder gerne an den Erfolg.
Momentan bereiten sie und Brand mit der Aktionsgruppe Heimatverein eine Bürgerbefragung vor, die als Bestandsaufnahme dienen soll. Jeder Dorfbewohner soll im Herbst namentlich kurz aufschreiben, was ihm in Hoetmar gut gefällt, wo der Schuh drückt oder was im Dorf fehlt. Sobald die Befragung ausgewertet ist, können Leitbilder und Ziele formuliert und die Teilnahme am Kreiswettbewerb 2011 vorbereitet werden.
Hoetmar soll in verschiedene Spezialbereiche unterteilt werden, die von einzelnen ansässigen Ansprechpartnern betreut werden: Der Up de Geist vielleicht als Gebiet der Integration oder die Bauerschaft Lentrup wo logischer Weise die Landwirtschaft im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig werde laut Brandt aber auch der Schulterschluss mit der Stadt, dem Kreis und umliegenden Gemeinden gesucht, um Erfahrungen auszutauschen. "Häufig sind die Probleme ähnlich: Wie der demografische Wandel mit damit verbundener Überalterung oder Geschäftsschließungen", so Herweg.
Sollte diese Teilnahme auf Kreisebene dann erfolgreich sein, stände 2012 der Landeswettbewerb und 2013 vielleicht der Bundesentscheid an.
Bis es so weit ist, steht aber noch viel Arbeit auf dem Programm und helfende Hände können sich gerne bei Adelheid Herweg 02585/7511 oder Josef Brand 02585/7624 melden.
Allerdings geht es Josef Brand und allen Mitstreitern nicht um eine Plakette, von der man sich nichts kaufen könne: "Wichtig ist uns, eine Identifikation mit unserem Golddorf zu schaffen, gemeinsam Probleme anzugehen und auch zu merken, dass scheinbar selbstverständliche Dinge wie ein aktives Vereinsleben gar nicht so selbstverständlich sind."

Text und Fotos: Stephan Ohlmeier


 
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