HTTG Tradition verpflichtet

Tradition verpflichtet. Und Qualität ebenso. Nichts anderes nahm sich die Hoetmarer Tanz- und Theatergruppe(HTTG) auch in der Session 2026 zu Herzen und präsentierte dem Publikum eine Veranstaltung der Extraklasse. Beim Angriff auf die Lachmuskeln ließ sich das bunt kostümierte Publikum im Saal der Brennerei Bütfering/Tafelschmitz nicht lange bitten: Mit stehendem Applaus und wiederholten „Zugabe“-Rufen quittierten die Gäste das unter dem Motto „Schwarzweiß zu Kunterbunt“ stehende Bühnenprogramm.
Mit einem gelungenen Einzug als Schachfiguren verkleidet in Schwarz-Weiß begann das Programm.
Nachdem das 30-jährige Bühnenjubiläum der umtriebigen Huberta Rawert gewürdigt wurde („Unsere kreative Fee, die auch mal spontan zu Nadel und Faden greift und in keinem plattdeutschen Stück fehlen darf“), ging auch ein Glückwunsch an Lisa Wiesner und Christine Wiggeringloh für 10 Jahre Bühnenpräsentz. Moderatorin Beate Sickmann überließ zunächst dem närrischen Nachwuchs der Kita-Tanzgruppe des SC Hoetmar die Bühne. Den zur Garderobe passenden schwarzen Humor bot die geplante Grabrede von „Karl-Heinz“ (Beate Jasper Peter), der allerdings in Gedenken an den Verstorbenen nicht immer den richtigen Ton traf. Seiner ihn ständig verbessernden Gattin (Ute Schlichtmann) war der Anlass sowieso egal. Mit einer Filmeinlage begann der Tanz von „Dick und Doof“ (Karin und Helen Krummacher) und amüsierte die Zuschauer.
Richtig Tempo machte die HTTG in ihrer Kernkompetenz und straffte den Theaterblock auf Sketchformat ohne Pause. Kleine Episoden aus dem Leben sorgten für Schenkelklopfer: Dörte (Christiane Eickhoff) berichtete ihrer Freundin (Beate Sickmann), dass sie auf den Weg nach Hamburg sei um Entwicklungshilfe zu leisten, ob die Liebestöter wohl ankommen .-) Vom unverhofften Lob beim Frauenarzt erzählte die Patientin (Huberta Rawert) ihrer Bekannten (Mecki Volmer) die, wie sich herausstellte, Glitzer- statt Intimspray bevorzugte. Oder das knisternde First Date zwischen Larissa (Charlene Johnston) und dem leicht ungehobelten Jay aus Freckenhorst (Ute Schlichtmann) – da blieb kein Auge trocken. Der Pastor (Maria Stauvermann) hatte die Apothekerin (Huberta Rawert) wohl sehr missverstanden und zu jedem Energiedrink einen Schnaps getrunken, das löste einige Verwirrung in der Gemeinde aus. Beim Brautgeschenk bekam das Brautpaar (Steffi Averbeck/Beate Triebus) von den Eltern (Ute Dorgeist/Steffi Ohlmeier) nicht nur „Althergebrachtes“, sondern auch noch den Opa (Tanja Besselmann) als Geschenk. Auch die Zufallsbegegnung von „Klausi“ (Christiane Eickhoff) und dem von Charlene Johnston herrlich gespielten „Jochen“ sorgte für Lachraketen. Zum Ende wurde von Maria Stauvermann und Steffi Ohlmeier auf schöne Weise verdeutlicht, wie man sich am Telefon „höflich, unhöflich …. „verhalten kann. Frau Schwieberdinger (Mecki Volmer) war doch sehr verärgert. Das Zeitalter vom „Telefon zum Handy – Früher und Heute“, wurde von Maria Stauvermann in passenden Strophen mit Akkordeon den Gästen in Erinnerung gerufen, was so Manchen Schmunzeln ließ. Der Tanz, sowie der Spaßtanz der HTTG waren eine Bereicherung des Programms und die pantomimische Darstellung „Hello“ (Carina Schössler, Ina Meiier, Lisa Wiesner) versetzte den Saal in staunende Ruhe. Tanzauftritte des SC-H verkürzten die Wartezeit bis zum kunterbunten Stimmungsfinale, welches zum mit machen einlud.
Die vierte Stunde des närrischen Nachmittags war schon angebrochen, als „Prinzessin Melanie I. von „Kitahits und Partyhits“ mit großem Gefolge incl. kl. und gr. Garde die Bühne enterte und den Saal endgültig zum Kochen brachte.
Helau!
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Text: Dirk Möllers und Fotos: HTTG

